Gesamtaussage zur Entwicklung des Geschäftsjahres

Die im Vorjahr prognostizierte spürbare Verbesserung des Auftragseingangs konnte nicht erreicht werden. Grund hierfür sind im Wesentlichen die bereits beschriebenen negativen Währungseffekte. Insbesondere belasteten die indische Rupie, der brasilianische Real und der argentinische Peso den Auftragseingang, sodass im Segment Pumpen statt eines starken Anstiegs lediglich ein leichtes Wachstum verzeichnet werden konnte. Für die übrigen Segmente können, trotz der Belastung durch Umrechnungseffekte, die Vorjahresprognosen bestätigt werden. Für das Segment Armaturen stieg der Auftragseingang deutlich an, im Segment Service blieb er stabil.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse entsprach der des Auftragseingangs. Währungsbereinigt hätte sich die prognostizierte spürbare Steigerung ergeben. Die aktuellen Wechselkurse führten jedoch lediglich zu einem mäßigen Anstieg. Der Umsatz im Segment Pumpen ist leicht statt wie erwartet spürbar gestiegen, genauso blieb das Segment Armaturen mit einer stabilen Entwicklung hinter dem prognostizierten leichten Anstieg zurück. Im Segment Service bestätigte sich die Prognose eines spürbaren Wachstums.

Die im Vorjahr genannte spürbare Verbesserung des EBIT ist aufgrund unvorhergesehener Ereignisse nicht eingetreten. Für das Segment Pumpen wurde ein beträchtlicher Anstieg erwartet, der wie prognostiziert eingetreten ist. Dieser Anstieg war aber nicht operativ bedingt. Ausschlaggebend hierfür waren zum einen Erträge aus dem Rückgang der Pensionsrückstellungen infolge der Einführung eines Kapitalwahlrechts in den Pensionsplänen der deutschen Gesellschaften und zum anderen die im ersten Halbjahr getätigte Vorsorge für ein Altprojekt in Großbritannien. Im Segment Armaturen hingegen ist die Erwartung einer stabilen Entwicklung nicht eingetreten. Aufwendungen für die Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwerts einer koreanischen Gesellschaft sowie Wertminderungen auf Sachanlagen in einer Produktionsstätte in Frankreich belasteten das EBIT für das Segment Armaturen, so dass dieses einen beträchtlichen Rückgang verzeichnen musste. Auch für das Segment Service, für das deutliche Zuwächse vorhergesagt wurden, haben sich die Annahmen nicht bestätigt. Ursächlich hierfür ist unter anderem die Wertminderung der Geschäfts- und Firmenwerte von zwei französischen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Stattdessen musste ein starker Rückgang in diesem Segment hingenommen werden. Ebenso wie die oben dargestellte starke Verringerung des EBIT sind auch das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) und die Umsatzrendite infolge der oben beschriebenen Effekte entgegen der Erwartung einer starken Steigerung erheblich gesunken. Die Nettofinanzposition ist mit 255,0 Mio. €, nach 288,0 Mio. € im Vorjahr, aufgrund gestiegener Bevorratungen ebenfalls erheblich gesunken und somit geringer ausgefallen als vor zwölf Monaten geplant (deutlich über Vorjahr).

Die Geschäftsentwicklung bezüglich Auftragseingang und Umsatz entsprach demnach, abgesehen von den negativen Wechselkurseinflüssen, den Erwartungen.

Bei den Ergebnisgrößen haben sich die Erwartungen für den Konzern insgesamt aufgrund von negativen Sondereffekten nicht erfüllt.

Insgesamt zeigt sich ein Bild, das bereits im August 2018 seitens KSB angekündigt wurde. Für die beiden Kennzahlen Auftragseingang und Umsatz wurde die korrigierte Prognose einer moderaten Steigerung erreicht. Genauso erfüllte sich die korrigierte Prognose eines erheblichen Rückgangs für das EBIT.

KSB verfügt unverändert über eine gesunde finanzielle Basis für die Zukunft.

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