Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht informiert über die Grundzüge des Vergütungssystems für die persönlich haftende Gesellschafterin (KSB Management SE), einschließlich ihrer Geschäftsführenden Direktoren und ihres Verwaltungsrats. Dabei orientiert er sich an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziffer 4.2.5).

1. Vergütung der persönlich haftenden Gesellschafterin

Gemäß der Satzung der KSB SE & Co. KGaA (die „Gesellschaft“) erhält die persönlich haftende Gesellschafterin für die Geschäftsführung und Übernahme der persönlichen Haftung eine gewinn- und verlustunabhängige jährliche Vergütung in Höhe von 4 % ihres Grundkapitals. Dementsprechend hat die KSB SE & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2018 hierfür 20 T € aufgewendet.

Satzungsgemäß erstattet die Gesellschaft der persönlich haftenden Gesellschafterin darüber hinaus alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte; dies betrifft insbesondere die Vergütung der Organmitglieder der persönlich haftenden Gesellschafterin.

2. Vergütung der Geschäftsführenden Direktoren

Die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin. Der Verwaltungsrat der KSB Management SE ernennt deren Geschäftsführende Direktoren und ist für die Dienstverträge mit den Geschäftsführenden Direktoren zuständig. Diese Zuständigkeit beinhaltet die Ausgestaltung des Vergütungssystems, die Höhe der Bezüge sowie deren regelmäßige Überprüfung.

Bei der Festlegung des Vergütungssystems für die Geschäfts­führenden Direktoren wurde auf eine möglichst transparente Ausgestaltung geachtet. Die Gesamtvergütung der einzelnen Geschäftsführenden Direktoren erfolgt auf der Grundlage unterschiedlicher Parameter. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des jeweiligen Geschäftsführenden Direktors, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage und der Erfolg des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, welche ansonsten in der Gesellschaft gilt.

Die Vergütung der Geschäftsführenden Direktoren besteht aus festen und variablen Komponenten. Die Festbezüge werden erfolgsunabhängig gewährt und setzen sich aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen (Alters-, Berufsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrente) zusammen. Das Fixum beträgt 60 % des regulären Jahresgehalts und wird als monatliche Grundvergütung ausgezahlt. Die zugehörigen Nebenleistungen stehen allen Geschäftsführenden Direktoren in gleicher Weise zu und umfassen die private Nutzung von Dienstwagen, die Übernahme von Versicherungsprämien sowie etwaige Zahlungen für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Kredite oder Vorschüsse wurden Geschäftsführenden Direktoren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gewährt.

Um die Nachhaltigkeit des Vergütungscharakters zu gewährleisten, beinhaltet die variable Vergütung eine langfristige Komponente. Auf diese entfallen ca. 2 / 3 der variablen Vergütung. Sie bemisst sich am Nettogewinn des KSB-Konzerns zuzüglich ordentlicher Abschreibungen. Bei deren Berechnung in Form eines rollierenden, gewichteten Dreijahres-Durchschnitts wirken sich über die Vertragslaufzeit hinweg im Wesentlichen die zukünftigen Geschäftsjahre aus. Der kurzfristige variable Anteil an den Bezügen ist zu gleichen Teilen an drei Richtwerte gekoppelt. Neben den Konzernkennzahlen EBIT-Rendite und Umsatz sind persönliche Ziele der Geschäftsführenden Direktoren Grundlage für die Berechnung. Diese Ziele sind so ausgestaltet, dass ihre Erfüllung sich über das Berichtsjahr hinaus positiv auf den jeweiligen Leistungsbereich auswirkt.

Die Höhe der variablen Vergütungsbestandteile ist insgesamt begrenzt, um außergewöhnlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

In die vorstehenden Gewichtungen nicht eingeflossen ist die zusätzliche Möglichkeit einer in das Ermessen des Verwaltungsrats gestellten Prämienzahlung in Höhe von jeweils maximal drei Monatsgehältern pro Geschäftsjahr, um besonderen individuellen Leistungen der Geschäftsführenden Direktoren im Einzelfall Rechnung zu tragen. Hierüber wird nur unregelmäßig befunden, das heißt nicht notwendigerweise jährlich.

Beim Abschluss von Dienstverträgen wird im Übrigen gemäß Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex darauf geachtet, dass Zahlungen an einen Geschäftsführenden Direktor bei vorzeitiger Beendigung der Dienstzeit ohne wichtigen Grund den Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Geschäftsführenden Direktor zugesagt, auch keine Entschädigungsleistungen für den Fall eines Übernahmeangebots. Wird der Anstellungsvertrag aus einem von einem Geschäftsführenden Direktor zu vertretenden wichtigen Grund beendet, erfolgen keine Abfindungszahlungen des Unternehmens. Die ordentliche Hauptversammlung hat am 6. Mai 2015 – in Anwendung der gesetzlich eingeräumten Möglichkeiten – auf eine individualisierte Offenlegung der Vergütung für die Dauer von fünf Jahren verzichtet.

3. Vergütung des Verwaltungsrats

Über die Bezüge des Verwaltungsrats beschließt die Gesellschafterin der KSB Management SE, die Klein, Schanzlin & Becker GmbH. Die Bezüge bestehen im Wesentlichen aus einem Fixum, das den zeitlichen Aufwand für die Teilnahme an bis zu 15 Sitzungen des Verwaltungsrats abdeckt. Für darüber hinausgehenden zeitlichen Mehraufwand ist ein marktüblicher Tages- und Stundensatz vereinbart. Nebenleistungen an den Verwaltungsrat sind nicht vereinbart und werden nicht gewährt. Allerdings sind dessen Mitglieder in eine von der Gesellschaft zugunsten des Verwaltungsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen.

Frankenthal, den 13. März 2019

KSB Management SE
Die Geschäftsführenden Direktoren

To top